Versorgung mit Erdgas in Nordamerika

Amerika erlebt derzeit einen großen Mangel in der Verfügbarkeit von Energierohstoffen. 1971 erreichte die Gasförderung in den USA ihren Höhepunkt. Kanada hat seine Exporte in die USA erhöht, wobei seit 2002 auch in Kanada die Erdgasförderung zurückgegangen ist. Dieser Trend setzte sich 2003 fort. Derzeit zielen ca. 80% aller Quellen auf Erdgas, nicht Erdöl ab. Trotz dieser Bemühungen konnte der Förderrückgang nicht aufgehalten werden.

Zur gleichen Zeit erhöht sich die Nachfrage nach Gas in den USA. 60% der Eigenheime in den USA werden mit Gas beheizt und 70% der neuen Häuser sind für Gas-Heizung ausgelegt. Aufgrund seiner sauberen Verbrennung ist Gas auf sehr gut für die Elektrizitätserzeugung. 90% aller neuen Elektrizitätswerke laufen mit Gas.

Ein weiterer Einflussfaktor für den großen Gasmangel ist der Mangel an neuen Lieferungen aus Nordalaska und Nordwest-Kanada. Keine der Regionen hat ein Pipeline. Eine Gas-Pipeline in Alaska dauert noch ca. 12 bis 15 Jahre und Kanadas Pipeline dauert noch bis 2009.

Flüssiggas, das per Schiff aus Übersee kommt, macht nur einen Anteil von 1% des Angebots an Erdgas in den USA aus. Weitere Gas-Terminals sind geplant. Sie sind jedoch teuer und deren Bau dauert lange.

Nach all dem haben das Auffinden und die Entwicklung zur Förderung von neuen einheimischen Gas-Vorkommen, einschließlich alternativer Grubengas-Vorkommen, eine Priorität.

Quelle: "North American Natural Gas: Data show supply problems" veröffentlicht in „Natural Resources Research“.